Dieser fermentierte Cashewkäse ist reich an probiotischen Kulturen, gesunden Fetten, Mineralien und pflanzlichem Protein! Eine wunderbare, vegane Alternative zu Milchkäse!

Natürlich könnten wir bei der Herstellung von milchfreiem Käse einfach einige Zutaten mischen und Hefeflocken für den käsigen Geschmack hinzufügen, et voilà! Diese Art von „Käse“ hat allerdings keine Vorteile für unsere Verdauung.
Inhalt
Also, was wäre, wenn ich dir sagen würde, dass du veganen Käse herstellen kannst, der nicht nur fantastisch schmeckt, sondern auch die Darmgesundheit fördert? Genial, oder?
Jedenfalls finde ich, dass dieser fermentierte Cashewkäse sogar noch besser schmeckt als normaler Käse! Er erinnert mich ein bisschen an eine Mischung aus Feta und Camembert/Brie!
Zu guter Letzt gebe ich dir auch zwei Möglichkeiten, diesen Käse zuzubereiten. Ob du ihn als leckeren Dip haben möchtest oder ob du Lust auf etwas Ausgefalleneres hast, für beides habe ich die Lösung (siehe Zubereitung).
Also, worauf warten wir? Lass uns etwas KÄSE machen!!!

Zutaten
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- Cashewkerne
- Wasser
- Zwiebelpulver
- Salz
- geräucherte Paprika
- Sauerkrautsaft
- Kokosöl (nur für die feste Version)
(für Mengenangaben siehe Rezeptkarte unten)
Ich halte meinen fermentierten Cashewkäse ziemlich schlicht. Scrolle etwas runter, da gebe ich dir weitere Vorschläge für Zutaten, die du hinzufügen oder austauschen (s. „Ersatzzutaten“) kannst. Oder schaue dir die „Variationen“ für mehr Inspiration an!
Cashewnüsse: Cashewkerne sind einfach die besten Nüsse, weil sie diese schöne, cremige Konsistenz und einen relativ milden Geschmack haben.
Gewürze: Ich finde, Zwiebelpulver verleiht ihm einen leicht käsigen Geschmack und ich liebe es, geräuchertes Paprikapulver für den leckeren Rauchgeschmack hinzuzufügen!
Sauerkrautsaft: Sauerkrautsaft ist die geheime Zutat und verantwortlich für die richtige Fermentierung (Gärung)! Er ist vollgepackt mit probiotischen Kulturen, die sooo gut für unsere Darmgesundheit sind!
Achte darauf Bio-Sauerkraut zu verwenden, um Chemikalien wie Pestizidrückstände oder Konservierungsstoffe zu vermeiden! Versuche außerdem, den Saft so frisch wie möglich zu verwenden, d. h. am besten direkt nachdem du das Glas Sauerkraut gerade geöffnet hast.
Das stellt sicher, dass die Kulturen so aktiv wie möglich sind! Ich habe dieses Rezept einmal mit Sauerkrautsaft gemacht, den ich locker ein paar Monate im Kühlschrank stehen hatte.
Also ich vermute, dass all die gesunden Bakterien mit der Zeit abgestorben sind, weil der Käse einfach überhaupt nicht aufgegangen ist (aber er war trotzdem lecker).

Zusätzliche Zutaten
- Hefeflocken
- Zitronensaft
- Knoblauchpulver
- Kurkuma
Hefeflocken: Der beste Freund eines Veganers, oder? Nun, ich mag sie nicht besonders und verwende keine Hefeflocken, weil sie mir zu verarbeitet sind (falls du mehr erfahren magst, ich gehe in meinem veganen Parmesan-Rezept etwas mehr darauf ein).
Wenn du Hefeflocken jedoch magst, kannst du sie gerne hinzuzufügen, wenn du den käsigen Geschmack in diesem Rezept verstärken magst. Du kannst, je nach Geschmack, etwa 1-2 Teelöffel verwenden.
Zitronensaft: Einige Leute fügen ihrem veganen Käse gerne Zitronensaft hinzu, um diesen leicht säuerlichen Geschmack zu erhalten. Du kannst ihn in diesem Rezept (Saft einer halben Zitrone) ausprobieren, wenn du es mal testen magst.
Knoblauchpulver: Genau wie Zwiebelpulver, finde ich, kann Knoblauchpulver einen natürlichen Käsegeschmack erzeugen. Du kannst es auch anstelle von Zwiebelpulver verwenden oder eine Mischung aus Zwiebel- und Knoblauchpulver nehmen!
Kurkuma: Wenn du deinem Käse, aus welchem Grund auch immer, etwas Farbe verleihen möchtest (damit er eher wie Milchkäse aussieht), kannst du eine Prise (bis zu einem halben Teelöffel) Kurkuma hinzufügen!

Zubereitung
Es stehen dir zwei Optionen zur Auswahl. Sie werden beide auf die gleiche Weise hergestellt, aber wenn du einen festeren Käse herstellen möchtest (wie die verzierten auf dem Foto), musst du ein paar kleine zusätzliche Schritte dranhängen.
Wenn du das normale Rezept zubereitest, erhältst du einen weichen, streichfähigen Dip, ähnlich wie Hummus. Dieser fermentierte Cashewkäse wird auf natürliche Weise (d. h. durch Fermentation) nicht fest.
Fermentierter Cashewkäse (weiche Version)

Schritt 1. Die Cashewkerne in eine Schüssel geben und mit Wasser bedecken. Füge eine großzügige Prise Salz hinzu (etwa 1 Teelöffel). Weiche sie für mindestens 4 Stunden (oder besser über Nacht!!) ein.
Schritt 2. Die Cashewnüsse abtropfen lassen, abspülen und in einen Mixer geben. Restliche Zutaten (Wasser, Salz, Sauerkrautsaft, Zwiebelpulver und geräuchertes Paprikapulver) dazugeben und ca. 1 Minute glatt pürieren.

Möglicherweise musst du zwischendurch pausieren und die Seiten herunter kratzen. Manchmal hilft es auch, etwas mehr Wasser hinzuzufügen. Je cremiger die Konsistenz, desto besser!
Schritt 3. Gieße die Mischung in ein sauberes, sterilisiertes Glas mit Deckel (am besten luftdicht). Stelle sicher, dass das Glas groß genug ist!! Während der Fermentation wächst und dehnt sich dieser Käse aus! Lasse oben am besten mindestens 5 cm Platz.

Schraube das Glas fest zu. Dieser Fermentierungsprozess ist anaerob, was bedeutet, dass er keine Luft benötigt! Versuche also, den Sauerstoff draußen zu halten!
Schritt 4. Suche nun einen dunklen und warmen Platz für deinen Käse. Die ideale Temperatur zum Fermentieren liegt bei etwa 24 °C. Die Speisekammer funktioniert normalerweise ganz gut!
Ich lebe in einem heißen Klima und es war sicherlich etwas wärmer als 24 Grad und es hat trotzdem funktioniert. Ich hatte ihn auf meinem Küchenboden in einer Ecke stehen, mit einem Handtuch darum gewickelt.
WARNUNG!!!! Schraube alle 12 STUNDEN den Deckel ab und lass die Luft entweichen, die sich während der Gärung angesammelt hat. Andernfalls kann dein Glas PLATZEN!
Nein, das ist kein Witz, es kann viel Druck dabei entstehen! Du wirst es hören und fühlen, wenn du das Glas zum ersten Mal aufschraubst!

Schritt 5. Den Käse für 12 – 48 Stunden fermentieren lassen. Je nach Sauerkrautsaft (einige sind aktiver als andere) und je nach Temperatur (bei niedrigeren Temperaturen kann es deutlich länger dauern) sollte der Käse innerhalb der ersten 12 Stunden bereits aufgehen.
Probiere deinen Käse nach 12 Stunden, ob er bereits deinem Geschmack entspricht. Wenn nicht, fermentiere ihn weiter. Ich liebe es, wenn der Geschmack ziemlich stark ist, also fermentiere ich meinen immer so um die 48 Stunden lang!
Es dauert manchmal länger, also keine Sorge. Wenn der Käse jedoch nach 24 Stunden nicht aufgeht, passiert dies möglicherweise überhaupt nicht mehr. Wie bereits erwähnt, ist mir das einmal passiert.
Stoppe das Fermentieren, gebe den Käse in einen Behälter und bewahre ihn im Kühlschrank auf.

Schmecken tut er dann fast genauso lecker und ist zudem ein toller Dip! Verwende beim nächsten Mal einen anderen Sauerkrautsaft und/oder stelle sicher, dass es warm genug ist, damit die Fermentation stattfinden kann!
Schritt 6. Jetzt ist dein Käse fertig zum Verzehr! Rühre ihn um, um die Luftblasen zu entfernen. Du kannst deinen fermentierten Cashewkäse in einem Behälter anstelle des Glases aufbewahren.
Ich fülle meinen Käse gerne in eine flache Tupperdose um, damit ich mit einem Messer leicht darauf zugreifen und ihn auf mein Sandwich streichen oder meine Cracker darin eintunken kann!
Fermentierter Cashewkäse (feste Version*)
*Damit es später keine Verwirrung gibt… mit „fest“ meine ich fest genug, um ihn in Form zu halten. Dieser Käse ist trotzdem relativ weich und streichfähig!
Schritt 1. Gehe wie oben beschrieben bis zum Ende vor. Sobald dein Käse nach deinen Wünschen fermentiert ist, fügst du 50 g flüssiges Kokosöl hinzu und mischst alles gut.
Schritt 2. 1-2 kleine Schüssel(n) mit einem Käsetuch, Backpapier oder Wachstuch auslegen.
Wenn du Kräuter, getrocknete Blumen oder (grob) gemahlenen Pfeffer oben als Verzierung haben möchtest, wie auf den Bildern zu sehen, verteilst du sie nun auf den Boden der ausgelegten Schale(n).

Schritt 3. Fülle den fermentierten Käse in die ausgelegte(n) Schüssel(n) und bedecke die Oberseite mit dem überlappenden Tuch/Papier – nur damit die Oberfläche später im Kühlschrank nicht austrocknet!
Schritt 4. Zum Festwerden für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Ich lasse ihn einfach über Nacht stehen.
Ziehe den Käse anschließend aus der Schüssel heraus, indem du ihn an dem Käsetuch, Backpapier oder Wachstuch festhältst.
Lege einen Teller oder eine Servierplatte oben darauf (je nachdem, was du zum Servieren verwenden magst) und drehe den Käse um. Entferne das Tuch/Papier.
Mit weiteren Kräutern, gemahlenem Pfeffer und/oder getrockneten Blüten bestreuen oder mit geräucherter Paprika und Cashewnüssen garnieren. Sei einfach kreativ!
Ersatzzutaten
Cashewnüsse: Anstelle von Cashewnüssen kannst du auch Macadamianüsse oder Mandeln verwenden. Beide haben allerdings einen anderen Geschmack und eine etwas andere Konsistenz (nicht so cremig wie Cashewnüsse).
Gewürze: Du könntest diese auch weglassen und nach Belieben durch Hefeflocken ersetzen. Oder probiere stattdessen Knoblauchpulver, Kurkuma oder sogar Kreuzkümmel.
Sauerkrautsaft: Ersetze Sauerkrautsaft durch Kokoswasser-Kefir! Ich habe das noch nicht ausprobiert, aber gelesen, dass Leute damit erfolgreich waren!
Ich habe auch gelesen, dass man Apfelessig verwenden kann. Allerdings sind die Ergebnisse einfach nicht so gut wie beim Sauerkrautsaft und auch die Gärung dauert viel länger.
Ich empfehle dringend, sich an Sauerkrautsaft oder Kefir zu halten, weil sie am besten funktionieren und sie bereits diese wunderbaren Milchsäurebakterien in sich haben!
Variationen
Ich ermutige dich, kreativ zu sein und verschiedene Geschmacksrichtungen einfach mal auszuprobieren!
Kräuter: Ich liebe, liebe, LIEBE es, am Ende Oregano hinzuzufügen und durchzurühren. Oregano gibt dem Käse einfach einen wunderbaren Geschmack!!
Wenn du weißt, dass du den Käse innerhalb von 2-3 Tagen aufbrauchen wirst, kannst du auch frische, gehackte Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch verwenden!

Pfeffer: Etwas frisch gemahlener Pfeffer macht einen soo großen Unterschied! Ich mag es total, meinen Käse damit zu toppen oder den Pfeffer durch den Dip zu rühren! Je länger du übrigens den Pfeffer im Käse ziehen lässt, desto besser! Es ist sooo lecker!
Oliven: Gehackte Oliven untermischen und mit etwas Olivenöl beträufeln – fertig! Soo gut!
Getrocknete Tomaten: Nach dem Fermentieren den Käse und eine Handvoll getrocknete Tomaten in eine Küchenmaschine geben und pürieren!
Aufbewahrung
Nach der Fermentation (12-48h) muss der fermentierte Cashewkäse im Kühlschrank aufbewahrt werden, um eine weitere Fermentation zu verhindern!
Du kannst den Cashewkäse in dem Glas aufbewahren, in dem du ihn fermentiert hast, ich empfehle jedoch, ihn für eine einfachere Verwendung und eine längere Haltbarkeit in ein neues, sauberes Gefäß umzufüllen.
Im Allgemeinen hält sich der Käse 1-2 Wochen, wenn nicht sogar länger, im Kühlschrank. Ich sage gerne: Er wird schlecht, wenn er schlecht wird!
Wenn dies der Fall ist, wirst du definitiv einen sauren Geschmack bemerken und möglicherweise eine rosa-/leicht orangefarbene Verfärbung erkennen.

Lebensmittelsicherheit
Beim Fermentieren verderben wir technisch gesehen das Essen – aber kontrolliert!! Wir stellen somit sicher, dass wir die GUTEN, die gesunden, Bakterien erschaffen und vermehren lassen.
Es ist jedoch immer möglich, dass die SCHLECHTEN Bakterien, die das Essen verderben, eindringen. Ob nun dein Glas nicht 100 % sauber war oder die Bakterien bereits auf deinen Zutaten waren, das kann immer passieren.
Wenn du einen seltsamen, vielleicht sogar unangenehmen, leicht sprudeligen Geschmack bemerkst, ist es das nicht wert. Riskiere nicht deine Gesundheit! Wegwerfen und neu anfangen!
📖 Rezept
Zutaten
- 200 g Cashewkerne roh
- 100 ml Wasser
- 2 EL Sauerkrautsaft
- 1 TL Salz
- 1 TL Zwiebelpulver
- ½ TL geräucherte Paprika
- 50 g Kokosöl optional, weich oder flüssig, nur für die "feste" Variante notwendig
Zubereitung
- Die Cashewkerne in eine Schüssel geben und mit Wasser bedecken. Füge eine großzügige Prise Salz hinzu (etwa 1 Teelöffel). Weiche sie für mindestens 4 Stunden (oder besser über Nacht) ein.
- Die Cashewnüsse abtropfen lassen, abspülen und in einen Mixer geben. Restliche Zutaten (Wasser, Salz, Sauerkrautsaft, Zwiebelpulver und geräuchertes Paprikapulver) dazugeben und ca. 1 Minute glatt pürieren.
- Gieße die Mischung in ein sauberes, sterilisiertes Glas mit Deckel (am besten luftdicht). Stelle sicher, dass das Glas groß genug ist!! Während der Fermentation wächst und dehnt sich dieser Käse aus! Lasse oben am besten mindestens 5 cm Platz. Schraube das Glas fest zu.
- Den Käse für 12 – 48 Stunden in einem dunklen und warmen Ort fermentieren lassen. WARNUNG!!!! Schraube alle 12 STUNDEN den Deckel ab und lass die Luft entweichen, die sich während der Gärung angesammelt hat. Andernfalls kann dein Glas PLATZEN! Die ideale Temperatur zum Fermentieren liegt bei etwa 24 °C.
- Probiere deinen Käse nach 12 Stunden, ob er bereits deinem Geschmack entspricht. Wenn nicht, fermentiere ihn weiter. Es dauert manchmal länger, also keine Sorge. Wenn der Käse jedoch nach 24 Stunden nicht aufgeht, passiert dies möglicherweise überhaupt nicht mehr.
- Danach rührst du den Käse um, um die Luftblasen zu entfernen. Du kannst deinen fermentierten Cashewkäse in einem Behälter anstelle des Glases aufbewahren.
Fester Cashewkäse
- Gehe wie oben beschrieben bis zum Ende vor. Sobald dein Käse nach deinen Wünschen fermentiert ist, fügst du 50 g flüssiges Kokosöl hinzu und mischst alles gut.
- 1-2 kleine Schüssel(n) mit einem Käsetuch, Backpapier oder Wachstuchauslegen. Wenn du Kräuter, etc. oben als Verzierung haben möchtest, verteilst du sie nun auf den Boden der ausgelegten Schale(n).
- Fülle den fermentierten Käse in die ausgelegte(n) Schüssel(n) und bedecke die Oberseite mit dem überlappenden Tuch/Papier – nur damit die Oberfläche später im Kühlschrank nicht austrocknet!
- Zum Festwerden für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Ziehe den Käse anschließend aus der Schüssel heraus. Lege einen Teller oder eine Servierplatte obendrauf und drehe den Käse um. Entferne das Tuch/Papier. Mit weiteren Kräutern, etc. bestreuen oder mit geräucherter Paprika und Cashewnüssen garnieren.
Bemerkungen
- Anfänger: Wenn du noch nie fermentierten Cashewkäse gemacht hast, empfehle ich dir die ausführliche Anleitung im Blogbeitrag (s. Zubereitung) durchzulesen!
- Aufbewahrung: Im Allgemeinen hält sich der Käse 1-2 Wochen, wenn nicht sogar länger, im Kühlschrank. Ich sage gerne: Er wird schlecht, wenn er schlecht wird!
- Lebensmittelsicherheit: Wenn du einen seltsamen, vielleicht sogar unangenehmen, leicht sprudeligen Geschmack bemerkst, ist es das nicht wert. Riskiere nicht deine Gesundheit! Wegwerfen und neu anfangen!
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